9
Nov
2006

London [4 # 1]

Samstag
football time

Samstag ist Fußballtag. Wigan kommt nach Fulham und wir kommen auch nach Fulham. Endlich haben wir es geschafft, Karten für ein Fußballmatch zu bekommen. War auch ganz einfach, übers Internet direkt bei Fulham geordert und mit Kreditkarte bezahlt. Mittwoch bestellt, Samstag waren die Karten schon da! Ganz schön flott, die Engländer…

Vormittags pilgern wir zum Camden Market, ein Eldorado für Einkaufsfreaks. Dort gibt es die abgefahrensten Klamotten und die neusten Trends. Das was nächste Saison in Deutschland IN sein wird, sieht man jetzt im Camden Market. Ohne etwas zu kaufen, komme ich da einfach nicht raus. Es ist aber nur Schnickschnack, ein Pashima für 3 Pfund, ein Schlüsselanhänger für 1 Pfund und die obligatorischen Räucherstäbchen für 1,99 Pfund. 3 Packungen. Camden Market ist einfach verrückt und bunt und immer wieder sehenswert!

Ach ja. Im Virgin waren wir auch noch. Wir wollten ja gar nichts kaufen und dann sind wir alle mit mindestens einer CD wieder rausmarschiert. Ich hab mir Blondie live und Time after Time - The Best of Cyndi Lauper gegönnt.

camden market streetbootsNr. 285dark

See you later!

8
Nov
2006

London [3 # 1]

Freitag
goodbye

Greencourt Hotel. Wir mussten umziehen. Ins Aquarius, drei Häuser weiter. Passend zum Tag, denn heute wollen wir mit dem Schiff nach Greenwich fahren. Zuerst heisst es allerdings Koffer packen. Es kommt mir so vor, als ob ich jetzt schon mehr drin habe, dabei ist noch kein einziges Souvenier gekauft. Ausser das neue Parfüm und das dazugehörige Geschenk. Postkarten schreiben muss ich auch noch!

Dank der Oyster Card sparen wir für die Bootstour 3 Pfund. Gut zu wissen… Morgens ist der Himmel meistens strahlendblau, das Ende Oktober. Es ist ein milder Tag, wir sitzen an Deck. Beim an Bord gehen fiel ich gleich wieder auf. Mit der Hose käme ich aber nicht an Bord, was soll das sein, eine Gardine? Sehr witzig, diese Engländer. Er war auch für die Guide Tour verantwortlich, wir haben viel gelacht. Das allein war das Geld schon wert. So eine Bootstour auf der Themse ist sehr interessant, die Schiffe fahren allerdings nur bis Ende Oktober. Es lohnt sich aber, man sieht die Stadt aus einer anderen Perspektive. Die Fahrt ging also von Westminster Pier bis Greenwich. Vorbei an den Docklands legten wir nach 1 h unterhaltsamer Fahrt an. Erster Anziehungspunkt ist die Cutty Sark, der letzt erhaltene Teaklipper seiner Zeit. Nach kurze Stippvisite im Gift-Shop und dazugehörigen Toiletten schauen wir uns die historischen Gebäude von Greenwich an. Unesco Kulturerbe. Da wären. The Old Royal Naval College, auf dem Prinz Charles noch den Seemannsknoten gelernt hat. Wir warfen einen Blick in die Painted Hall mit dem größten Deckengemälde Englands sowie der Kapelle. Zu Fuß ging es dann am Quenn’s House und dem Marine Museem vorbei bergaufwärts zum Royal Observatorium. Da oben hat man nicht nur eine fantastische Aussicht auf Greenwich, den Docklands, London Town und dem Millenium Dome. Man kann dort quasi auf beiden Erdhälften zugleich stehen. Denn in Greenwich verläuft der Null-Meridian. Weiterer Höhepunkt war dann die Besichtigung jenes Royal Obversatoriums. For free! Man muss sich nur am Eingang ein Ticket holen. Das Museeum ist natürlich wie eine Reise durch die Zeit, mit der Zeit. Zeit spielt an jeder Ecke eine Rolle. Sehr informativ und sehr empfehlenswert. Inklusive Camera Obscura. Anfangs funktionierte sie aber nicht wirklich, weil andauernd jemand reinkam und fragte „where’s there?“. Es funktioniert aber nur im Dunkeln! Dann sah man das Queenhouse, die Themse, The Chapel und die Skyline der Docklands im Hintergrund. Erstaunlich…

Erstaunlich war auch der Preis der Pizza beim Italiener zum Abendessen. Essen gehen ist in London einfach überteuert. 8,50 Pfund für eine Pizza die ich nicht mal bestellt habe! Einen anderen Pub wollten wir am Earls Courth ausprobieren, der hatte allerdings den Charme einer Bahnhofshalle und wir sind dann wie immer wieder im Green Courth Pub gelandet.

westminster piermillianium gatemetropolitan wharfroyal marineblue trowsers standinggreenwich view

good night!

7
Nov
2006

hej san!

Komme gerade von meiner 1ten Schwedisch-Stunde. Schawitz. Hätte nicht gedacht, dass es so anstrengend ist, eine neue Sprache zu lernen. VAD HETER DU? Klingt doch ganz einfach... Die schwedische Sprachlehrerin kam gleich schwedisch daher. Meine Sitznachbarin fragte gleich... ähm... das ist doch hier Anfänger, oder? Ja. Jedenfalls haben wir heute abend in 2 Stunden Tala Svenska Avsnitt 1 durchgeackert und ich kann schon mal das Alphabet sowie bis 10 zählen...

Warum ich das wohl mache? Im Dezember fliege ich für ein paar Tage nach Stockholm!

hej då!

6
Nov
2006

London [2 # 1]

Donnerstag
early morning

Wir schlafen zu dritt in einem Zimmer, da muss die Badezimmerfrage geklärt sein und ich war als erste dran. Als irgendwann in der Frühe das Handy klingelte, tappte ich in’s Badezimmer… duschte und trat dann mit dem Worten „Das Bad ist frei“ ins Schlafgemach zurück. „Ich hab nur eine SMS bekommen“ bekam ich als Antwort und der Blick auf den Wecker zeigte mir. Es war erst 6.00h. Etwas sehr früh. Drum legte ich mich noch mal frischgeduscht ins Bett. Auch schön…

Zur regulären Aufstehzeit standen wir dann auf der Matte. Ich konnte mich ja noch mal gemütlich umdrehen. Nach einem ausgiebigen Frühstück mit ganz viel Tee und ganz viel Toast ging es dann zum Ticketbuchen. Zuerst die Oyster-Card. Mit der wir 7 Tage kreuz und quer durch London reisen können. Anschliessend fuhren wir bis Victoria Station, um den Wochenendausflug nach Rochester klarzumachen. Rund 6 Pfund haben wir dafür bezahlt, mit Gruppenvergünstigung.

Nach einem Spaziergang an der Themse entlang buchten wir dann im Play House spontan die Matinee-Vorstellung am selbigen Tag für 17,50 Pfund. Dancing in the Street.

So straight ahead waren wir noch nie. Viel Programm für wenig Zeit, kann ich da nur sagen… Montag Abend steht Guys & Dolls auf dem Programm. Die Karten waren allerdings etwas teurer. 20,00 Pfund. Ob Patrick Swazey spielt, wusste man allerdings noch nicht.

Am Westminster-Pier erkundigten wir uns schon mal nach den Abfahrtzeiten Richtung Greenwich und nachdem die Wolkenbildung auch extrem zunahm gingen wir zurück zum Play House. Dancing in the Streets ist ein Mix aus Mowtown greatest Hits. The four Tops, The Temptations, Gladys Knight, Diana Ross & The Supremes... und viele mehr aus dieser Zeit. Ziemlich swingend. Wir sassen auf den billigen Plätzen in steiler Höhe, aber dennoch gefiel es uns sehr.

herman melvillethe battledancing in the streetbridge

good night!

2
Nov
2006

London [1 # 1]

25. Oktober 2006 bis 31. Oktober 2006

Mittwoch
arriving

Mit dem Flug ging alles klar, keine größeren Sicherheitskontrollen. Man hatte uns in die letzte Reihe verfrachtet, dementsprechend schaukelig ging es zu. Fast wie Achterbahn fahren. Beim Rausgehen hatte ich einen etwas schwankenden Gang. Die Abfertigung in Stansted ging recht zügig voran, der große Fleck auf meinem Koffer entpuppte sich als äusserlich – Gottseidank, nicht auszudenken, die Flasche Uzou wäre ausgelaufen!

Mit dem Stansted-Express ging es dann Richtung London. Die Fahrt dauert ungefähr so lange wie unser Flug und kostet fast genauso viel. Wir steigen immer in Tottenham Hall aus, um dort weiter mit der U-Bahn über Finsbury Park bis Earslcourth zu fahren. Ist immer lustig, 5 Weibsen mit Gepäck, schnattern wie eine Horde Gänse. Ich liebe den Moment, wenn ich auf der Rolltreppe stehe und ich eins werde mit London Underground. Für 6 Tage bin ich dann ein Londoner. Aber einer, der es liebt mit der Tube zu fahren…

In unserem Greencourt-Pub gab es personelle Änderungen, Zac soll angeblich nach Australien ausgewandert sein. Der trockene Humor der Engländer geht uns ja noch ein bisschen ab, könnte auch sein, man verarschte uns mit dieser Aussage und er ist einfach nur rausgeschmissen worden. Es lief ein Fussballspiel und es war recht voll. Die Sperrstunde ist mehr oder weniger aufgehoben worden, also kein Kampftrinken mehr!

Im Greencourt Hotel gab`s dann eine Überraschung. Sie hatten uns nicht auf der Liste. Nicht auf der Liste stehen heisst kein Zimmer! Wir meinten, eine Reservierung zu haben, aber was nützt es, wenn der Nachtwächter uns nicht auf der Liste hat. Wir kriegten erst mal ein Zimmer und wir vertagten das Problem auf den nächsten Tag.

Obligartorisch wird am ersten Abend schon mal die Musical-Auswahl getroffen und das Ausflugsziel für den Sonntag festgelegt. Rochester haben wir ins Auge gefasst und wir wollen uns „Dancing in the Streets“ sowie „Guys and Dolls“ mit Patrick Swazey – yep, den aus Dirty Dancing – anschauen. Musicals sind übrigens in London um einiges aktueller und günstiger als in good old germany!

the offical london theatre guide

good night!

London underground

Bin wieder hier. War ein paar Tage weg, in London. Wie jedes Jahr um diese Zeit. Hat`s jemand gemerkt? Wenn man wieder dort ist, fragt man sich. War ich jemals weg?

london. mind the gap.

London ist meine Stadt. Die Verrücktheiten ihrer Bewohner entsprechen ganz meinem Fortune. Ich mag es. Im Underground durch die Stadt zu rasen. Ist wie Achterbahnfahren, nur viel teurer... Obwohl hinzukommen ist ziemlich billig. 55,00 € mit Air Berlin. Hin und zurück, dass kann man nicht toppen! Der Flug hat ja nur 1,00€ gekostet, hinzukamen halt die Flughafengebühren und die Zuschläge. Für... Weiss nicht mehr. Aber insgesamt macht es halt die Differenz von 54,00 € aus.

20
Okt
2006

twoday.net

Jetzt schreib ich schon seit 159 Tagen dies und das. Interessantes? Ich weiss nicht. Wer liest hier eigentlich so mit? Sagt doch mal hallo!

Viele liebe Grüsse, einen schönen Abend und ein wunderschönes Wochenende allen Mitbloggern!

blue

Puck, die Stubenfliege

Ich arbeite nicht in einem Büro, sondern in einem Biotop. Seit Tagen nervt mich Puck, die Stubenfliege. Er ist lästiger als Scheffe und das will schon was heissen. Meine nervmichnett-Kurve steigt langsam an, aber dann ist sie gewaltig, in der Erdbebenscala ungefähr bei 12. Dauert nicht mehr lange, und die Fliegenklatsche kommt zum Einsatz. Aber dafür bin ich wahrscheinlich schon zu sehr Buddhist, denn irgendwie mag ich den kleinen Puck auch wiederum. Wie er sich so auf mein Handgelenk kuschelt, während ich eine lustige email nach der anderen verfasse. Wenn ich nicht am Schreibtisch sitze kann er sich ja gerne dort austoben...

Zurück zum Biotop. Oben rechts in der Fensterecke kokoniert Frau Spinne Herrn Käfer zu einem leckeren Mahl, der letzte Marienkäfer begehrt trommelnd Einlass in meine heiligen Hallen und der highlight des heutigen Tages war ein Pfauenauge. Dieses putzige Tierchen wollte im Gegensatz zum Marienkäfer raus aus der Hütte und es ging immer... bbrrt - peng - brrrttt - peng. Also machte Muttern ihre Tochter das Fenster auf und scheuchte das Pfauenauge Richtung Ausgang. Dabei saß er einen Moment lang ganz ruhig auf meiner Hand. Molly meinte. Schönes Foto. Ja wie denn?

Puck, der Stubenfliege werde ich wohl Asyl gewähren, denn er ist einfach zu goldig, gell?

inne 4ma

15
Okt
2006

Hannover 96 : Eintracht Frankfurt

...haben wir schon weihnachten...

1 : 1

Ein Ergebnis mit dem man leben kann, vor allem die Frankfurter, aber für Hannover wäre ein Sieg halt schöner gewesen. Immerhin macht es jetzt wieder Spass, ins Stadion zu gehen. Hecking sei Dank. Mit Grauen denke ich an die düsteren Zeiten zurück, als PN sich noch Trainer bei Hannover nannte. Der reinste Alptraum, aus dem auch Vahid Hashemian aufgewacht zu sein scheint. Zumindest trifft er nicht nur unter PN, sondern zunehmend regelmässig immer öfter. Schön. Hachja. Noch schöner wäre es ja gewesen, wenn Tanne den Elfmeter versenkt hätte. Sagt Sohnemann noch so scherzhaft, der Pröll hält ja jeden Elfmeter. Dann hat er ihn tatsächlich auch gehalten. Dabei war Pröll anfangs recht unsicher. Also, wir haben das ganz genau gesehen, wir stehen ja quasi hinterm Tor, in der Nordkurve.

Der Schiedsrichter. Peter Sippel, München. Pfeift auch international. Da soll er auch schön mal weiterpfeifen. Es gibt Schiedsrichter, die können jedes Spiel verpfeifen oder auch nicht. Andererseits. Wenn man nichts am Schiedsrichter zu meckern hat, ist's kein richtiges Spiel oder man ist Fan von Bayern München...

Mit der 1:0 Führung ging es verdientermaßen für Hannover in die Halbzeitpause. Als leidgeprüfter 96Fan hat man es aber quasi im Urin, dass die Sache noch nicht ausgestanden ist. Wie es denn auch so kam. Die Frankfurter Hünen haben wohl eine Kabinenpredigt vom Trainer Friedhelm Funkel erhalten und Herr Meier traf dann zum Ausgleich. Echt. Die Frankfurter waren alle einen Kopf grösser als die 96iger. Wo sich unser Hubschrauber Hashemian schon hochschrauben muss, nickt Her Meier nur mal Richtung Tor und schon isser drin.

Der absolute Highligt war für mich Jan Rosenthal, der für den nicht überzeugenden Stajner kam. Da gab es noch mal Power im Spiel. Drei Chancen zum Siegtreffer hatte er, mit der Umsetzung klappt das noch nicht, aber mit Jan Rosenthal können wir zukünftig rechnen. Sagt Muttern ihre Tochter.

Die Serien haben weiterhin Bestand. Frankfurt ist immer noch ungeschlagen und Hannover hat seit März 2006 nicht mehr zu Hause gewonnen. Noch ärmer dran ist der grosse HSV, mit dem der kleine HSV den Platz getauscht hat. Da kann man nicht wirklich glücklich drüber sein. Als HSV-Fan. Hoffen wir auf bessere Zeiten.

11
Okt
2006

dienstagsmässiges

12,00 € hab ich gewonnen. Hab hin und her überlegt, ob ich jetzt weiterspiele oder nicht. Letztendlich hab ich mir die 12,00 € auf's Konto überwiesen. Bis Samstag kann ich ja noch überlegen. Naja. Man sollte sein Glück nicht herausfordern, nicht wahr? Ich hab etwas gewonnen, finanziell 2,50 und die Erkenntnis. Es funktioniert, mit dem Wünschen, mit der positiven Einstellung.
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